Lackschichtdicke
Glossar

Lackschichtdicke

Lackschichtdicke erklärt: Was die Messung in Mikrometern verrät, warum Polieren Material abträgt und wie Du Messwerte vor dem Polieren sinnvoll einordnest.

Definition

Die Lackschichtdicke ist die Gesamtdicke aller Lackschichten auf dem Blech, gemessen in Mikrometern. Sie zeigt, wie viel Reserve zum Polieren bleibt und ob Stellen nachlackiert wurden.

Was ist die Lackschichtdicke?

Die Lackschichtdicke beschreibt, wie dick der gesamte Lackaufbau auf dem Blech ist. Dazu gehören Grundierung, Farblack und Klarlack. Die Angabe erfolgt in Mikrometern (µm). Ein Mikrometer ist ein Tausendstel Millimeter.

Warum sie beim Polieren wichtig ist

Jede Politur trägt eine hauchdünne Schicht Klarlack ab. Je gröber das Mittel und das Pad, desto mehr. Der Klarlack ist nur ein Teil der Gesamtdicke und lässt sich nicht von außen getrennt messen. Wer häufig und aggressiv poliert, kann den UV-Schutz verlieren und im Extremfall bis in den Farblack durchgehen. Mehr dazu liest Du bei Politur und Schleifpaste.

Gemessen wird mit einem Schichtdickenmessgerät. Es arbeitet je nach Untergrund magnetisch oder mit Wirbelstrom. Die Werte schwanken je nach Hersteller, Modell und Bauteil. Deshalb gibt es keine feste Normzahl. Wichtig sind der Vergleich zwischen Stellen und die Abweichungen. Deutlich höhere Werte an einem Bauteil deuten auf Nachlackierung oder Spachtel hin.

Praxisbeispiel

Du willst eine ältere Motorhaube polieren. Du misst vorher an mehreren Punkten und notierst die Werte. Liegt ein Bereich weit unter den anderen, polierst Du dort nur sehr schonend oder gar nicht. So schützt Du die Reserve.

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