Reifen richtig lagern heißt: sauber, trocken, dunkel und kühl aufbewahren, den Reifendruck vor der Einlagerung prüfen, die Position markieren und Reifen ohne Felgen anders lagern als Kompletträder. So bleiben Sommerreifen, Winterreifen, Reifenprofil und Material länger erhalten und die Reifen sind zur nächsten Saison sicher einsatzbereit.
Inhalt
Reifen richtig lagern ist die sachgerechte, trockene und lichtgeschützte Aufbewahrung von Autoreifen oder Kompletträdern, damit Gummi, Profil und Form erhalten bleiben. In der Rubrik Reifenlagerung Tipps finden Sie weitere Grundlagen zur Pflege und Einlagerung.
Wie lagert man Reifen richtig?
Reifen richtig lagern bedeutet: reinigen, trocknen, prüfen, markieren und an einem geeigneten Ort abstellen oder aufhängen. Der wichtigste Grundsatz lautet: trocken und dunkel, kühl und sauber, fern von Ozonquellen, Öl, Benzin und direkter Sonne.
Für die Reifenlagerung zählt zuerst der Zustand vor der Einlagerung. Entfernen Sie Schmutz, Salz und Bremsstaub. Prüfen Sie das Reifenprofil auf ungleichmäßigen Verschleiß und sichtbare Schäden. Markieren Sie die Position der Reifen, etwa mit VL, VR, HL und HR. Diese Markierung der Position hilft beim späteren Wechsel und bei der Diagnose von Verschleißbildern.
Der Reifendruck gehört ebenfalls zur Vorbereitung. Reifen ohne Felgen lagern Sie leicht mit Luft gefüllt, damit die Karkasse stabil bleibt. Kompletträder mit Felgen benötigen vor der Einlagerung einen korrekten Reifendruck nach Herstellerangabe. Ein zu niedriger Reifendruck belastet die Reifen unnötig, ein zu hoher Reifendruck ist für die Lagerung ebenfalls nicht sinnvoll.
Wichtige Unterstützung zur Vorbereitung bietet der Artikel Reifen pflegen: So reinigen und schützen Sie Autoreifen richtig. Dort steht die Reinigung im Vordergrund, hier die sichere Einlagerung.
Wo sollte man Reifen lagern?
Reifen sollten in einem trockenen, dunklen und kühlen Raum lagern, etwa in Keller, Garage oder Lagerraum. Direkte Sonne, starke Wärme, hohe Luftfeuchtigkeit und Frostwechsel schaden dem Gummi und verkürzen die Nutzungsdauer. UV-Schutz ist wichtig, weil Sonnenlicht das Material altern lässt.
Der Lagerort muss sauber sein und frei von chemischen Dämpfen bleiben. Lösungsmittel, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Batterien und Ozonquellen wie Elektromotoren oder Ladegeräte in unmittelbarer Nähe sind ungünstig. Reifenlagerung braucht außerdem Abstand zu Heizkörpern und heißen Rohren.
Reifen dürfen nicht einfach im Freien stehen. Regen, UV-Strahlung und Temperaturschwankungen greifen die Oberfläche an. Wer keinen passenden Innenraum hat, braucht eine trockene, abgedeckte und belüftete Lösung ohne Sonneneinstrahlung. Zusätzlichen Schutz vor Licht erklärt der Beitrag Reifen UV-Schutz: So schützen Sie Reifen vor Sonnenlicht und Alterung.
Praktische Orientierung zur Gesamtpflege von Rädern und Reifen ergänzt der interne Beitrag zur Schutzwirkung gegen Sonnenlicht und Alterung. Für die Einlagerung zählt vor allem ein stabiler, sauberer Raum mit geringer Luftfeuchte.
Wie bereitet man Reifen vor der Einlagerung vor?
Vor der Einlagerung brauchen Reifen eine gründliche Reinigung, eine Trocknung und eine Sichtprüfung. Danach markieren Sie die Position, prüfen das Profil und kontrollieren das Alter der Reifen. Nur saubere und trockene Reifen lageren auf Dauer schadensärmer als verschmutzte Reifen.
Entfernen Sie Splitt, Salzreste, Schlamm und Bremsstaub. Kontrollieren Sie die Seitenwände auf Risse, Beulen, Schnitte und Fremdkörper. Prüfen Sie die DOT-Kennzeichnung für das Reifenalter. Die vierstellige DOT-Nummer zeigt die Produktionswoche und das Produktionsjahr an. Reifen mit sichtbaren Schäden gehören vor der nächsten Saison in die Fachprüfung.
Ein Reifen sollte vor der Einlagerung nicht feucht sein. Nässe fördert Geruch, Schimmel und unnötige Alterung an Felgen und Gummi. Reinigen Sie auch die Felgen, wenn Kompletträder eingelagert werden. Für Felgen empfiehlt sich vor dem Verstauen eine saubere Oberfläche ohne Flugrost, Salz oder Bremsstaub.
Wer Kompletträder lagert, findet Details im Artikel Reifen auf Felgen lagern: So bleiben Kompletträder unbeschädigt. Dort geht es um die richtige Behandlung von Reifen und Felgen als Einheit.
Wie lagert man Reifen ohne Felgen und mit Felgen richtig?
Reifen ohne Felgen lagern Sie aufrecht stehend und drehen sie etwa gelegentlich leicht weiter. Kompletträder mit Felgen lagern Sie liegend übereinander oder aufgehängt, wenn die Aufhängung für das Gewicht ausgelegt ist. Die Lagerart hängt direkt davon ab, ob Felgen montiert sind oder nicht.
Ohne Felgen verformt sich ein Reifen schneller, wenn er längere Zeit auf derselben Stelle lastet. Deshalb ist die stehende Lagerung die richtige Wahl. Bei Kompletträdern stabilisiert die Felge den Reifen. Deshalb sind horizontale Lagerung oder eine geeignete Radhalterung möglich. Stapeln Sie Kompletträder nicht unkontrolliert hoch, wenn Druckstellen entstehen können.
| Lagerart | Empfohlene Position | Wichtig |
|---|---|---|
| Reifen ohne Felgen | Stehend | Gelegentlich drehen, damit keine Standflächen entstehen |
| Kompletträder mit Felgen | Liegend oder aufgehängt | Reifendruck prüfen und gleichmäßig lagern |
Felgen spielen bei der Reifenlagerung eine zentrale Rolle, weil sie die Form stabilisieren. Kompletträder bestehen aus Reifen und Felgen. Genau deshalb gelten für beide Varianten unterschiedliche Regeln. Die Markierung der Position bleibt in beiden Fällen wichtig, damit Sommerreifen und Winterreifen bei der nächsten Montage wieder richtig zugeordnet werden.
Wie lange kann man Reifen lagern?
Reifen lassen sich mehrere Monate lagern, wenn Lagerort und Vorbereitung stimmen. Die Lagerung verlängert jedoch nicht die Lebensdauer unbegrenzt. Entscheidend bleiben Reifenalter, Zustand, Profil und korrekte Lagerung. Reifen mit sichtbaren Schäden oder stark gealtertem Gummi gehören nicht einfach weiter verwendet.
Das Reifenalter erkennen Sie an der DOT-Kennzeichnung. Auch wenn ein Reifen äußerlich gut aussieht, bleibt das Alter ein Sicherheitsfaktor. Gummi altert mit der Zeit, selbst bei guter Einlagerung. Wer Reifen einlagert, sollte deshalb vor jeder Saison das Reifenprofil, die Seitenwände und das Produktionsdatum prüfen.
Als allgemeine Orientierung gilt: Reifenlagerung ist eine Saisonmaßnahme, keine Dauerlösung für beliebig lange Zeiten. Wenn Reifen über längere Zeit ungenutzt bleiben, steigen Alterung und Risiko von Standschäden. Deshalb lohnt sich eine saubere Einlagerung nur zusammen mit einer Kontrolle vor der nächsten Nutzung.
Reifenpflege endet nicht mit der Lagerung. Wer Reifen vor Licht, Schmutz und Temperaturstress schützt, reduziert Alterung und erhält die Nutzung bis zur nächsten Saison. Die Kombination aus Reinigung, trocken und dunkel, korrektem Reifendruck und richtiger Lagerart ist der Kern jeder guten Reifenlagerung.
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