Enzymreiniger
Glossar

Enzymreiniger

Enzymreiniger spalten organische Verschmutzungen und Gerüche im Auto-Innenraum. Hier steht, wo sie wirken, wie du sie einsetzt und wo ihre Grenzen liegen.

Definition

Ein Enzymreiniger ist ein Reinigungsmittel mit Enzymen, die organische Verschmutzungen wie Eiweiß, Fett und Stärke biologisch zersetzen und dadurch auch die Geruchsquelle beseitigen.

Was ist ein Enzymreiniger?

Enzyme sind Eiweißstoffe, die chemische Reaktionen beschleunigen. In Reinigern spalten sie bestimmte Stoffgruppen: Proteasen zerlegen Eiweiß, Lipasen Fett, Amylasen Stärke. Dadurch eignen sich Enzymreiniger für Flecken organischen Ursprungs, zum Beispiel Milch, Erbrochenes, Urin, Blut, Speisereste oder Getränke.

Der Vorteil liegt beim Geruch. Parfümierte Mittel überdecken ihn nur. Ein Enzymreiniger baut die Substanz ab, die den Geruch verursacht.

So wird er angewendet

Entferne zuerst losen Schmutz und Flüssigkeit mit einem saugfähigen Tuch. Tupfe, statt zu reiben. Teste das Mittel an einer verdeckten Stelle, etwa unter dem Sitz. Sprühe den Reiniger dann gleichmäßig auf, bis die Verschmutzung durchfeuchtet ist. Lass ihn laut Herstellerangabe einwirken, denn Enzyme brauchen Zeit. Nimm den Fleck anschließend mit einem sauberen Tuch auf und lass die Stelle gut trocknen.

Vermeide sehr heißes Wasser und aggressive Zusätze. Hohe Temperaturen schädigen Enzyme, starke Chemikalien neutralisieren sie. Bei Leder und Alcantara gilt: Halte dich an die Pflegehinweise des Fahrzeugherstellers, denn nicht jedes Mittel ist dafür freigegeben.

Praxisbeispiel

Bei der Fahrt verschüttet ein Kind Milch auf der Rückbank. Tupfe die Flüssigkeit sofort ab, sprühe den Enzymreiniger auf und lass ihn einwirken. Nimm die Stelle dann ab und lüfte das Auto gut. So verhinderst du, dass die Milch säuert und der typische Geruch entsteht. Bei Motoröl oder Mineralflecken hilft ein Enzymreiniger dagegen kaum.

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Quellen

  1. Enzym (Wikipedia)