Felgen reinigen: Anleitung für Alu, Lack, Chrom und Stahl
Grundlagen-Ratgeber

Felgen reinigen: Anleitung für Alu, Lack, Chrom und Stahl

Du erfährst, welcher Reiniger zu deiner Felgenart passt, wie du Bremsstaub und Flugrost löst und wie du Felgen und Reifen schützt.

Von Redaktion Fahrzeugpflege-RatgeberAktualisiert: 7. Oktober 202614 Min. Lesezeit

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Die Antwort in Kürze

Felgen reinigen funktioniert am besten mit einem säurefreien oder pH-neutralen Reiniger, abgekühlter Felge, Einwirkzeit und Bürste. Der ADAC rät bei Alufelgen und lackierten Felgen von säurehaltigen und alkalischen Reinigern ab, Kärcher nennt für säurehaltige Produkte einen pH-Wert von 1 bis 5. Bremsstaub brennt bei Hitze ein, deshalb gilt: lieber öfter reinigen, mindestens zweimal im Jahr beim Radwechsel.

Inhalt
  1. Wie reinigst du Felgen richtig, Schritt für Schritt?
  2. Welche Felgenart hast du, und was verträgt sie?
  3. Was brauchst du zum Felgenreinigen?
  4. Säurehaltig, säurefrei oder pH-neutral: Welcher Felgenreiniger ist der richtige?
  5. Was zeigen unabhängige Tests zu Felgenreinigern?
  6. Wann und in welcher Reihenfolge solltest du Felgen reinigen?
  7. Wie entfernst du eingebrannten Bremsstaub und Flugrost von Felgen?
  8. Welche Hausmittel helfen bei schwarzen Felgen und Alufelgen?
  9. Wie schützt du Felgen mit Versiegelung, und was gehört zur Reifenpflege?
  10. Wann solltest du die Felge nach der Reinigung prüfen lassen?
  11. Häufige Fragen

Wie reinigst du Felgen richtig, Schritt für Schritt?

Du reinigst Felgen in sechs bis acht Schritten: abkühlen lassen, grob abspülen, Felgenreiniger aufsprühen und einwirken lassen, mit Bürste nacharbeiten, gründlich abspülen, trocknen und zum Schluss versiegeln. Der ADAC beschreibt für Alufelgen fünf Schritte (Vorreinigung, Reiniger, Hauptreinigung, Reiniger entfernen, Versiegelung) und rät, Einmalhandschuhe zu tragen, auch unter dem Waschhandschuh (ADAC, Alufelgen reinigen, abgerufen Oktober 2026).

  1. Felge abkühlen lassen: Die Räder sollten abgekühlt sein, bevor du mit der Reinigung beginnst (ADAC). Auf heißen Flächen trocknen Reiniger schneller an, das ist unsere Einordnung. Die Hersteller geben dazu meist Hinweise auf dem Etikett.
  2. Grob vorreinigen: Spüle losen Schmutz mit Wasserstrahl oder Hochdruckreiniger ab. Der ADAC schlägt dafür die Waschstraße oder den SB-Waschplatz vor. Wie du dabei den Lack schonst, steht in der Waschanleitung.
  3. Trocknen und aufsprühen: Der ADAC trocknet die Felge vor dem Aufsprühen mit einem Lappen ab. Auch Kärcher empfiehlt eine trockene Felge, damit der Reiniger besser haftet. Sprühe den passenden Felgenreiniger nach Gebrauchsanweisung auf.
  4. Einwirken lassen: Nur so können die Wirkstoffe arbeiten (ADAC). Die Zeiten unterscheiden sich: Sonax nennt drei bis fünf Minuten, Liqui Moly fünf bis sieben Minuten, Kärcher bei seinem säurefreien Produkt eine bis drei Minuten (nach Auto Bild und Kärcher, jeweils Herstellerangaben). Viele Reiniger haben einen Wirkindikator, der die Einwirkzeit per Farbwechsel anzeigt.
  5. Bürsten: Arbeite mit Waschbürste oder Waschhandschuh in eine Richtung, vermeide kreisende Bewegungen (ADAC). Zahnbürste oder Pinsel erreichen enge Stellen. Eine Felgenbürste mit umlaufenden Borsten erreicht laut Kärcher schwer zugängliche Zwischenräume.
  6. Gründlich abspülen: Entferne Reste mit reichlich klarem Wasser. Der ADAC nennt dafür ein weiches Mikrofaser- oder Baumwolltuch und warmes Wasser.
  7. Trocknen: Lass die Felge trocknen oder reibe sie ab. Kärcher empfiehlt ein Ledertuch besonders bei Chromfelgen und schwarzen Felgen, weil Wasserflecken dort stärker auffallen.
  8. Prüfen und schützen: Schau nach Beulen und Kratzern, dann folgt die Versiegelung (siehe unten).

Tipp: Nutze den Radwechsel

Der ADAC empfiehlt, die Felgen zweimal im Jahr beim Wechsel von Sommer- auf Winterreifen und umgekehrt gründlich zu reinigen. Viele Reifenhändler bieten dabei einen Reinigungsservice an. Im demontierten Zustand kommen keine Mittel auf Bremsscheiben, Beläge und Zangen. Auch die stark verschmutzten Innenseiten werden so erreicht.

Achtung: Schutzausrüstung

Felgenreiniger enthalten oft starke Chemikalien. Auto Bild nennt Handschuhe und Schutzbrille als Pflicht und rät, im Freien oder in gut belüfteten Räumen zu arbeiten. Mische nie verschiedene Reiniger und halte Kinder fern.

Welche Felgenart hast du, und was verträgt sie?

Die Felgenart bestimmt, welcher Reiniger passt: Lackierte, hochglanzpolierte und verchromte Felgen vertragen weniger Chemie als Stahlfelgen mit Schutzschicht. Der ADAC rät bei Alufelgen und lackierten Felgen grundsätzlich von säurehaltigen und alkalischen Reinigern ab, weil diese die Oberfläche angreifen können. Die Tabelle fasst zusammen, was die Quellen zu den gängigen Arten sagen.

Felgenart Was sagen die Quellen? Vermeide
Lackiert oder beschichtet (Alu) pH-neutral oder Allzweckreiniger mit hoher Fettlösekraft (ADAC). Alternativ warmes Wasser mit Spülmittel und Mikrofaserschwamm (AutoScout24, Kärcher) Säurehaltige und alkalische Reiniger, schleifende Mittel
Hochglanzpoliert Säurehaltige Reiniger sind ungeeignet (Kärcher). Schleifpartikel können den Hochglanzeffekt mindern Zahnpasta, Putzstein, Säure
Hochglanzverdichtet Die Oberfläche ist laut einer Ratgeberquelle porenfrei und deshalb leichter zu pflegen als polierte Felgen. Das Verfahren macht nur ein Fachbetrieb (WEB.DE, 2017) Aggressive oder schleifende Mittel (eigene Einordnung)
Verchromt Handelsübliche Felgenreiniger enthalten Säure und können Chrom beschädigen. Wasser und Seife oder eine Natronpaste sind laut Kärcher schonender. Regelmäßig polieren. Einzelne Produkte wie der Dr. Wack PS 21S nennen Chrom und hochglanzpolierte Felgen laut Auto Zeitung ausdrücklich als geeignet Säurehaltige Reiniger, harte Bürsten
Stahlfelge Keine Besonderheiten. Spezielle Reiniger schonen die Schutzschicht. Eine Versiegelung ist nicht unbedingt nötig (ADAC) Rost nicht ignorieren
Eloxiert Hersteller wie Dr. Wack nennen eloxierte Alufelgen ausdrücklich in der Eignung seines PS 21S (nach Auto Zeitung). Auto Bild prüft die Verträglichkeit an eloxiertem Aluminium Reiniger ohne Freigabe für eloxierte Flächen

Unsicher, welche Art du hast? Das Fahrzeug- oder Felgenhersteller-Datenblatt oder ein Reifenhändler sagt es dir. Im Zweifel wählst du einen milden, pH-neutralen Reiniger und testest an einer unauffälligen Stelle. Das empfiehlt auch Kärcher bei Hausmitteln und neuen Reinigern.

Das brauchst du

  • Felgenreiniger: Löst Bremsstaub und Straßenschmutz, säurefrei oder pH-neutral für die meisten Felgenarten
  • Felgenbürste: Erreicht Zwischenräume und den Innenkranz, weiche Borsten schonen die Oberfläche
  • Flugrostentferner: Gegen Flugrost und Eisenstaub auf freigegebenen Flächen, mit Handschuhen und Schutzbrille
  • Reifenglanz: Pflegt und schwärzt die Reifenflanke, nur auf der Flanke und nie auf der Lauffläche
  • Waschhandschuh: Eigenes Werkzeug für die Räder, getrennt vom Lack, damit kein Bremsstaub auf die Karosserie kommt

Was brauchst du zum Felgenreinigen?

Du brauchst einen passenden Felgenreiniger, eine Bürste, Tücher, Handschuhe und Schutzbrille, optional Flugrostentferner und Reifenglanz. Der ADAC nennt Handschuhe, Waschbürste oder Waschhandschuh, Zahnbürste oder Pinsel und ein weiches Tuch. Kärcher ergänzt Hochdruck- oder Mitteldruckreiniger, alternativ einen Eimer Wasser, und einen Schwamm.

Material Wofür Worauf du achtest
Felgenreiniger Bremsstaub und Straßenschmutz lösen Säurefrei oder pH-neutral, Freigabe für deine Felgenart, Wirkindikator, gut lesbare Warnhinweise. Die Auto Zeitung kritisiert bei RS 1000 und OSOL sehr klein gedruckte Hinweise
Felgenbürste Zwischenräume und Innenkranz Weiche Borsten, keine Kratzer auf Lack und Alu
Waschhandschuh, Mikrofasertuch, Ledertuch Waschen und Trocknen Eigene Tücher für die Räder, Ledertuch bei Chrom und schwarzen Felgen (Kärcher)
Handschuhe, Schutzbrille Schutz vor Chemie Auto Bild nennt beides als Pflicht
Flugrostentferner Rostpunkte, Eisenstaub Freigabe für die Fläche prüfen, nur gut gelüftet verwenden
Reifenglanz Optik und Pflege der Flanke Nur auf der Flanke auftragen

Die Auswahl nach Kriterien findest du in den Bestenlisten zu Felgenreiniger, Felgenbürsten und Flugrostentfernern.

Säurehaltig, säurefrei oder pH-neutral: Welcher Felgenreiniger ist der richtige?

Für die meisten Felgen ist ein säurefreier, pH-neutraler Reiniger die richtige Wahl. Kärcher beschreibt säurehaltige Felgenreiniger mit einem pH-Wert zwischen 1 und 5: Sie greifen bei längerer Einwirkzeit die Felgenoberfläche an und sind für glänzende Materialien wie Chromfelgen oder glanzpolierte Felgen ungeeignet. Ein säurefreier Felgenreiniger sei materialschonender.

Typ pH-Bereich laut Quelle Stärken Risiken
Säurehaltig pH 1 bis 5 (Kärcher) Stark gegen eingebrannten Bremsstaub Kann bei längerer Einwirkzeit Alu, Lack und Chrom angreifen
pH-neutral, säurefrei Rund neutral, die Auto Zeitung bestätigte das bei einzelnen Produkten mit Teststreifen Materialschonend, geeignet für viele Felgenarten Braucht häufig Einwirkzeit und Bürste
Alkalisch Hoher pH-Wert Gut gegen Fett und Straßenschmutz (eigene Einordnung) ADAC rät bei Alu und lackierten Felgen davon ab

Was bedeutet „säurefrei“ in der Praxis?

Säurefrei heißt nicht ungefährlich. Die Auto Zeitung maß beim Sonax Xtreme Felgenreiniger Plus einen pH-Wert von 6,2, also leicht sauer, knapp unter dem neutralen Wert von 7,0. Auf der Packung steht der Warnhinweis „Nicht in die Augen kommen lassen. Enthält Natriummercaptoacetat.“ (Auto Zeitung, 30.03.2026). Der Alu-Teufel Spezial war dagegen nach Teststreifen pH-neutral. Beim Sonax Felgen Beast bestätigte der pH-Test den Anspruch des Herstellers, sanft zu Felge und Haut zu sein.

Die GTÜ zeigte 2019, was bei zu langer Verweildauer passieren kann: Lacke können aufquellen, Eisen korrodieren und Scheinwerfer-Streuscheiben aus Polycarbonat Risse bekommen (GTÜ über motor1, 23.04.2019). Deshalb gilt als Einordnung: Reiniger nicht länger als angegeben einwirken lassen und Spritzer auf Lack und Scheinwerfern sofort abspülen.

Achtung: Chemie und Umwelt

Felgenreiniger gehören nicht in Boden oder Kanal. Kärcher weist darauf hin, dass die Felgenreinigung in der Regel nur dort erlaubt ist, wo auch das Auto gewaschen werden darf, also auf Waschplatz, in SB-Waschbox oder Waschanlage. Ob auf Privatgrund gewaschen werden darf, entscheidet die Gemeinde.

Was zeigen unabhängige Tests zu Felgenreinigern?

Zwei Vergleiche aus dem März 2026 kommen zu unterschiedlichen Siegern, und das ist ein Hinweis auf die Grenzen jedes Einzeltests. Wir haben nichts selbst getestet und geben die Ergebnisse so wieder, wie die Redaktionen sie veröffentlichen.

Quelle Umfang und Methode Ergebnis
Auto Bild mit KÜS, 09.03.2026 Zehn Reiniger. Prüfstand mit Bremsstaub-Belag auf Testblechen, Reinigung per Wasserstrahl, Hochdruck und Schwamm, Verträglichkeit mit Alu, Stahl, Chrom, Gummi, Lack und Polycarbonat Sonax Xtreme FelgenReiniger Plus: 183 von 200 Punkten, Note 1,4. Liqui Moly Felgen-Reiniger Spezial: Preis-Leistungs-Sieger, Note 2,4 bei 151 von 200 Punkten
Auto Zeitung, 30.03.2026 Elf Reiniger. Angeschmutzte Testfelgen in Segmenten, Abspülen mit 180 bar, pH-Test, Verträglichkeit an Kunststoff und Blech Alu-Teufel Spezial (Tuga Chemie): 91 von 100 Punkten, Note „Sehr gut“. Dr. Wack PS 21S 80 Punkte, „Sehr empfehlenswert“. Sonax Felgen Beast auf Platz 3. Liqui Moly Felgenreiniger Spezial: Preis-Leistungs-Sieger
GTÜ über motor1, 23.04.2019 Zehn Felgenreiniger im Vergleich (älter) Dr. Wack P21S High End vorn. Ohne Nacharbeit mit dem Schwamm klappte es meist nicht mit dem Glanz

Was lernst du aus den Tests?

  • Der Sieger hängt vom Testfeld ab. Die beiden Redaktionen testeten andere Produktsätze, andere Verschmutzungen und andere Bewertungen. Liqui Moly kam in beiden auf den Preis-Leistungs-Platz.
  • Verträglichkeit zählt. Auto Bild rät von Meguiar’s Hot Rims ab: Es greife laut Test abgesehen von Chrom sämtliche getesteten Materialien an. Beim Shiny Garage Monster Wheel Cleaner nennt Auto Bild Anätzungen und Risse am Polycarbonat.
  • Der Innenkranz bleibt die Problemzone. Die Auto Zeitung fand den inneren Felgenkranz und den Bereich um das Ventil bei den meisten Reinigern am schwierigsten.
  • Wirkindikator hilft. Sieben der elf getesteten Produkte zeigen laut Auto Zeitung die optimale Einwirkzeit per Farbumschlag an.

Weitere Kriterien und Produkte findest du in der Bestenliste Felgenreiniger.

Wann und in welcher Reihenfolge solltest du Felgen reinigen?

Reinige die Felgen regelmäßig, am besten vor dem Lack und mit eigenem Werkzeug, und mindestens beim Radwechsel gründlich. Der ADAC empfiehlt, Alufelgen regelmäßig und gründlich zu reinigen, damit Bremsstaub nicht einbrennt. Bei den vorderen Felgen kann sich feiner, schwarzer Bremsstaub zunächst ablagern und dann bei großer Hitze durch das Bremsen dauerhaft in die Felgenoberfläche eingebrannt werden. Das macht die Reinigung zur Schwerstarbeit und kann das Material im schlimmsten Fall beschädigen.

Wie oft?

  • Zweimal im Jahr gründlich: Beim Reifenwechsel (ADAC, Kärcher).
  • Zwischendurch: AutoScout24 nennt für lackierte Felgen eine Grundreinigung zweimal im Monat und bei langen Strecken öfter (AutoScout24, 2018). Das ist ein Richtwert aus einem Ratgeber, keine Messung.
  • Nach dem Winter: Streusalz setzt den Felgen zu. Kärcher rät, Alu- wie Stahlfelgen spätestens beim Wechsel von Salzablagerungen zu befreien.

Welche Reihenfolge ist sinnvoll?

Beginne mit den Felgen und Reifen, dann folgen Lack und Scheiben. So verteilst du keinen Bremsstaub auf einer bereits gewaschenen Karosserie. Das ist eine Einordnung. Kärcher belegt den Kern: Felgen und Reifen sollte man separat vom Rest säubern, denn Straßenschmutz, kleine Steine im Profil und hartnäckige Ablagerungen an den Felgen können den Lack beschädigen, wenn dieselbe Bürste verwendet wird. Nutze also eigene Bürste, eigenen Waschhandschuh und eigene Tücher für die Räder.

Wie entfernst du eingebrannten Bremsstaub und Flugrost von Felgen?

Eingebrannten Bremsstaub löst du in mehreren Durchgängen mit passendem Felgenreiniger und Bürste, Flugrost auf Stahlfelgen mit Drahtbürste und Schmirgelpapier. Der ADAC empfiehlt bei sehr starken Verschmutzungen, die Schritte Reiniger und Hauptreinigung zu wiederholen. Kärcher ergänzt, dass sich eingebrannter Bremsstaub und Reifenabrieb mit einem speziellen Felgenreiniger von Stahl- und Alufelgen entfernen lassen. Bei hartnäckigen Stellen folgt nach der Einwirkzeit die Bürste.

Eingebrannte Felgen Schritt für Schritt

  1. Erster Durchgang: Reiniger auf die trockene, kalte Felge sprühen und nach Herstellerangabe einwirken lassen.
  2. Mechanik: Mit Bürste und Zahnbürste immer in einer Richtung arbeiten (ADAC). Kratzende Mittel meiden.
  3. Abspülen: Gründlich spülen, bis keine Reste mehr zu sehen sind.
  4. Zweiter Durchgang: Bleiben Rückstände, wiederholst du Auftragen, Einwirken und Spülen (Kärcher).
  5. Ergebnis prüfen: Sitzen die Reste im Lack der Felge fest, ist eine Aufbereitung im Fachbetrieb sinnvoll.

Flugrost und Rost

Flugrost entsteht durch Eisenstaub, der sich auf Oberflächen absetzt, und beginnt meist als oberflächliche Korrosion (AutoScout24, 2019). Auf Stahlfelgen entfernst du Rost laut Kärcher mit Drahtbürste und anschließend Schmirgelpapier. Alufelgen und Chromfelgen rosten nicht, doch Feuchtigkeit und Streusalz hinterlassen Spuren, das Material oxidiert oder es kommt zum Salzfraß. Beides sollte nur sehr vorsichtig entfernt werden, etwa mit einer weichen Bürste, danach sollte die Fläche poliert werden. Wer es sich nicht zutraut, lässt einen Fachmann ran. Hintergrund zum Phänomen im Glossar: Flugrost. Produkte und Auswahlkriterien: Flugrostentferner. Bei größeren Rostschäden hilft der Ratgeber Rost am Auto entfernen.

Achtung: Flugrostentferner und Rostumwandler

Solche Produkte enthalten Chemikalien, die Haut und Augen reizen können. Trage Handschuhe und Schutzbrille und arbeite gut gelüftet. Nutze sie nur auf Flächen, für die der Hersteller sie freigibt, und teste an einer unauffälligen Stelle.

Welche Hausmittel helfen bei schwarzen Felgen und Alufelgen?

Hausmittel helfen bei leichtem Schmutz, aber nicht gegen eingebrannten Bremsstaub. Der ADAC sieht Backofenspray, verdünnte Essigessenz und Cola skeptisch: Oberflächliche Verschmutzungen lassen sich damit entfernen, hartnäckigem Dreck und vor allem Bremsstaub rückt man damit nicht effektiv zu Leibe. Essig in falscher Konzentration kann Alufelgen angreifen.

Hausmittel Aussage der Quelle Unsere Einordnung
Spülmittel in lauwarmem Wasser Kärcher: schonend für lackierte und beschichtete Felgen, mit Mikrofaserschwamm. Reicht es nicht, ein säurefreier Reiniger Gut für schwarze und lackierte Felgen
Zahnpasta Kärcher: für Alu geeignet, kann leichte Kratzer wegpolieren, Vorsicht bei Hochglanz und Chrom. ADAC: Schleifende Mittel vermeiden Widersprüchlich, bei lackierten oder schwarzen Felgen weglassen
Putzstein Kärcher: möglich, Vorsicht bei Hochglanz und Chrom Schleift, nur an robusten Flächen
Natronpaste Kärcher: für Chrom, sanft mit weichem Tuch Nur bei Chrom, vorher testen
Backofenspray, Essigessenz, Cola ADAC: skeptisch, Essig kann Alu angreifen Nicht empfohlen

Bei schwarzen Felgen fallen Wasserflecken stärker auf. Kärcher empfiehlt deshalb, sie mit einem Ledertuch trocken zu reiben. Teste jedes Hausmittel zuerst an einer unauffälligen Stelle, so auch Kärchers Tipp.

Wie schützt du Felgen mit Versiegelung, und was gehört zur Reifenpflege?

Du trägst nach der Reinigung eine Felgenversiegelung auf und pflegst die Reifenflanken separat mit Reifenglanz. Der ADAC nennt die Versiegelung als letzten Schritt, sie konserviert die Felgen bis zur nächsten Reinigung. Eine Felgenversiegelung wird je nach Anbieter aufgesprüht oder mit einem Lappen aufgetragen. Bei Stahlfelgen ist sie nicht unbedingt nötig (ADAC). Das Prinzip entspricht dem Lackschutz im Ratgeber Auto versiegeln.

AutoScout24 empfiehlt für lackierte Felgen Polierwachs, das für Felgen geeignet ist, alle vier bis acht Wochen. Das ist ein Ratgeber-Richtwert aus dem Jahr 2018. Welches Produkt für deine Felge freigegeben ist, steht beim Hersteller.

Reifenglanz: Was bringt er, und worauf musst du achten?

Reifenglanz bringt vor allem Optik. Die Inhaltsstoffe, oft Silikon, lassen den Reifen wieder tiefschwarz und seidenmatt aussehen. Die Auto Zeitung nennt als Typen Sprays und Schäume (schnell, höherer Verbrauch), Gele (aufwendiger, längerer Glanz) und Reifenwachs (aufwendig, mit Farbpigmenten, hält länger). Als groben Richtwert für die Haltbarkeit nennt sie mehrere Wochen (Auto Zeitung, 11.04.2025).

Achtung: Nur die Flanke behandeln

Nur die Reifenflanken dürfen behandelt werden. Auf der Lauffläche können die Mittel den Grip verringern, besonders bei Nässe. Bei Sprays mit Silikon kann ein dünner Film auf den Bremsscheiben zurückbleiben und die Bremsleistung direkt nach der Anwendung etwas einschränken, deshalb empfiehlt die Auto Zeitung einen Bremstest. Bei Magnesiumfelgen ist Vorsicht geboten (Auto Zeitung).

  • Vorbereitung: Flanke reinigen und grob abledern, damit das Mittel nicht vom Wasser abgetragen wird.
  • Auftragen: Die gesamte Flanke benetzen. Gel und Wachs mit Schwamm oder Mikrofasertuch einarbeiten.
  • Hausmittel: Cola, Schuhcreme und Haarspray werden genannt. Die Auto Zeitung warnt, dass sie das Gummi angreifen können, und empfiehlt Fachprodukte.
  • Alter beachten: Auch mit Pflege sollten Reifen ab sechs bis acht Jahren und bei zu wenig Profil ersetzt werden (Auto Zeitung).

Produkte vergleichst du in der Liste Reifenglanz.

Wann solltest du die Felge nach der Reinigung prüfen lassen?

Du lässt die Felge prüfen, sobald du nach der Reinigung Beulen, Kratzer oder Risse siehst. Der ADAC rät in diesem Fall zur Untersuchung in einer Fachwerkstatt, denn es können Haarrisse entstehen, die die Stabilität der Felge beeinflussen. Reparaturen sind laut ADAC nur bis zu einer Tiefe von unter einem Millimeter erlaubt.

Befund Mögliche Ursache Empfehlung
Matte, raue Stellen am Felgenhorn Bordsteinkontakt, Salzfraß Optisch prüfen, bei Zweifel Werkstatt
Haarrisse oder Kerben Schlag, Material Sofort Fachwerkstatt aufsuchen
Lack blättert ab Falscher Reiniger, Steinschlag Aufbereitung beim Fachbetrieb (Auto Bild: aggressive Produkte lassen Lack aufquellen)
Rostpunkte an Stahlfelge Beschädigte Schutzschicht Entrosten und Schutz erneuern
Weiße Schlieren nach der Reinigung Reiniger zu lange eingewirkt Mit Schwamm abnehmen (Beispiel Sonax Xtreme Felgenreiniger Plus laut Auto Zeitung)

Die Tabelle ist unsere Einordnung. Entscheide im Zweifel nie allein: Ein Rad ist ein sicherheitsrelevantes Bauteil, und eine Werkstatt prüft Risse zuverlässiger als das Auge.

Häufige Fragen

Wie reinige ich Alufelgen am besten?

Mit einem säurefreien oder pH-neutralen Felgenreiniger, abgekühlter und trockener Felge, Einwirkzeit und weicher Bürste. Der ADAC rät bei Alufelgen von säurehaltigen und alkalischen Reinigern ab und empfiehlt Handschuhe. Zum Schluss spülst du gründlich und versiegelst.

Welchen Felgenreiniger nehme ich für lackierte Felgen?

Einen pH-neutralen oder säurefreien Reiniger, laut ADAC alternativ einen Allzweckreiniger mit hoher Fettlösekraft. Auch warmes Wasser mit etwas Spülmittel und Mikrofaserschwamm funktioniert laut Kärcher und AutoScout24 bei leichtem Schmutz.

Wie bekomme ich eingebrannte Felgen sauber?

Mit mehreren Durchgängen: Reiniger aufsprühen, einwirken lassen, mit Bürste arbeiten, abspülen und wiederholen. Der ADAC nennt die Wiederholung bei sehr starker Verschmutzung. Hilft das nicht, kann eine Aufbereitung im Fachbetrieb sinnvoll sein.

Was hilft bei schwarzen Felgen als Hausmittel?

Lauwarmes Wasser mit Spülmittel und ein Mikrofaserschwamm. Danach mit weichem Tuch oder Ledertuch trocknen, denn Wasserflecken fallen bei schwarzen Felgen stärker auf (Kärcher). Zahnpasta und Backofenspray lässt du besser weg.

Darf ich Chromfelgen mit Felgenreiniger putzen?

Handelsübliche Reiniger enthalten laut Kärcher häufig Säure, die Chrom beschädigen kann. Besser sind Wasser und Seife oder eine Natronpaste. Danach regelmäßig polieren.

Muss die Felge beim Reinigen kalt sein?

Ja, der ADAC rät, die Räder vor der Reinigung abkühlen zu lassen. Das Aufsprühen auf eine trockene Felge nennt auch Kärcher. Halte dich ansonsten an die Anleitung des Produkts.

Darf ich Reifenglanz auf die ganze Reifenfläche auftragen?

Nein, nur auf die Reifenflanke. Auf der Lauffläche kann Reifenglanz den Grip verringern. Die Auto Zeitung empfiehlt nach dem Auftrag einen Bremstest, weil Silikonfilm auf den Bremsscheiben die Bremsleistung kurz einschränken kann.

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Quellen

  1. ADAC: Alufelgen reinigen, in fünf Schritten zum perfekten Glanz (abgerufen Oktober 2026)
  2. Kärcher: Felgen reinigen leichtgemacht (Herstellerratgeber) (abgerufen Oktober 2026)
  3. Auto Bild: Felgenreiniger-Test (mit KÜS) (09.03.2026)
  4. Auto Zeitung: Felgenreiniger im Test, die besten zeigen eine saubere Leistung (30.03.2026)
  5. motor1: Felgenreiniger im GTÜ-Test, Runter mit dem Winterschmutz (23.04.2019)
  6. WEB.DE: Alufelgen hochglanzverdichten (04.12.2017)
  7. AutoScout24: Lackierte Felgen reinigen, Beachtenswertes (05.12.2018)
  8. AutoScout24: Flugrost am Auto entfernen, der große Ratgeber (26.03.2019)
  9. Auto Zeitung: Reifenglanz, so Reifen pflegen und schwärzen (11.04.2025)
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