Baumharz
Glossar

Baumharz

Baumharz klebt auf dem Autolack und härtet mit der Zeit aus. Hier erfährst Du, was es ist, warum es Schäden verursacht und wie Du es schonend entfernst.

Definition

Baumharz ist klebriges Pflanzensekret vor allem von Nadelbäumen, das auf Autolack tropft, dort aushärtet und ohne passende Reinigung Flecken oder Lackschäden hinterlassen kann.

Was ist Baumharz?

Nadelbäume wie Kiefer, Fichte oder Tanne scheiden Harz aus, um Wunden zu verschließen. Wer unter solchen Bäumen parkt, bekommt feine Tropfen auf Lack und Scheiben. Frisch ist das Harz weich und lässt sich noch gut lösen. Mit Sonne und Zeit härtet es aus und haftet fest. Zusätzlich bleiben Staub und Pollen daran kleben. Das Ergebnis sind raue, matte oder dunkle Punkte.

Baumharz ist nicht dasselbe wie Honigtau von Blattläusen. Der ist wasserlöslich und klebrig, lässt sich aber meist mit der normalen Wäsche entfernen.

So wird Baumharz entfernt

Wasche das Fahrzeug zuerst, damit kein Sand auf dem Lack liegt. Ein spezieller Harzentferner oder ein alkoholhaltiges Mittel weicht das Harz an. Gib es auf ein Tuch, lege es einige Sekunden auf den Fleck und wische dann ohne Druck. Kratzen oder Schaben mit dem Fingernagel hinterlässt Spuren im Lack. Feine Reste in der Lackoberfläche nimmt häufig eine Reinigungsknete mit. Danach ist der Lack an der Stelle entfettet. Trage deshalb Wachs oder Versiegelung neu auf.

Prüfe die Herstellerangaben und teste jedes Lösemittel an einer unauffälligen Stelle. Auf Folien, Matt- und Kunststoffteilen kann es Schäden verursachen.

Praxisbeispiel

Nach dem Sommer parkst Du unter einer Kiefer, und die Motorhaube zeigt viele kleine Punkte. Du wäschst, tränkst ein Tuch mit Harzentferner und legst es kurz auf. Die Punkte lösen sich. Eine Restraue glättest Du mit Clay. Zum Schluss schützt Du den Lack neu.

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