Ein Lederreiniger ist ein mildes Reinigungsmittel, das Schmutz, Hautfett und Schweiß von Autoleder löst, ohne die Oberfläche anzugreifen. Er ersetzt keine Lederpflege.
Was ist ein Lederreiniger?
Autoleder ist meist pigmentiert und mit einer dünnen Schutzschicht versehen. Auf dieser Schicht sammeln sich Hautfett, Schweiß, Staub und Abrieb von Kleidung. Ein Lederreiniger löst diese Verschmutzungen. Er arbeitet mit milden Tensiden und ist in der Regel schwach alkalisch bis neutral eingestellt. Lösemittel oder scharfe Haushaltsreiniger gehören nicht in diese Kategorie, denn sie können die Schutzschicht angreifen.
Wichtig ist die Trennung der Aufgaben: Der Reiniger säubert, die Lederpflege hält das Material geschmeidig und schützt es danach. Beides in einem Schritt zu erledigen, klappt bei stärkerem Schmutz meist nur unvollständig.
So wird ein Lederreiniger angewendet
Sauge den Sitz zuerst gründlich ab, auch die Nähte. Teste den Reiniger an einer verdeckten Stelle, etwa unten am Sitz. Trage das Mittel nicht direkt auf das Leder auf, sondern auf ein Mikrofasertuch oder eine weiche Lederbürste. Arbeite in kleinen Bereichen mit leichtem Druck. Nimm gelösten Schmutz mit einem sauberen, feuchten Tuch auf und lass das Leder trocknen. Danach folgt die Pflege.
Beachte die Herstellerangaben zum Sitzbezug. Bei Alcantara und Stoff gelten andere Regeln als bei Glattleder.
Praxisbeispiel
Die Fahrersitzwange glänzt dunkel und fühlt sich leicht klebrig an. Das ist typisch für Hautfett und Abrieb. Mit Lederreiniger und weicher Bürste löst Du den Film in wenigen Durchgängen. Ein weißes Tuch zeigt Dir, wie viel Schmutz noch im Leder sitzt. Erst wenn es sauber bleibt, pflegst Du nach.
