Hohlraumversiegelung ist ein kriechfähiger, meist wachsbasierter Korrosionsschutz, der in verdeckte Hohlräume und Falze der Karosserie gesprüht wird und das Blech vor Feuchtigkeit schützt.
Was ist die Hohlraumversiegelung?
In Schwellern, Türen, Holmen und Längsträgern sammelt sich Feuchtigkeit. Von außen ist das nicht zu sehen. Die Hohlraumversiegelung bildet dort einen dünnen, wasserabweisenden Film. Sie ist kriechfähig, sie dringt also in enge Falze und Nähte ein. Meist besteht sie aus Wachs oder wachsähnlichen Stoffen. Werkseitig sind viele Fahrzeuge geschützt. Der Schutz lässt mit den Jahren jedoch nach.
Vom Unterbodenschutz unterscheidet sich die Hohlraumversiegelung. Er schützt die Außenseite des Unterbodens, sie die Innenflächen.
So wird sie angewendet
Dafür werden Sprühlanzen mit Sonde und flexible Schläuche in die Hohlräume geführt. Das Fahrzeug muss sauber und trocken sein. Der Betrieb bohrt nicht, sondern nutzt vorhandene Öffnungen. Halte Entwässerungslöcher und Falze frei, damit Wasser abfließen kann. Es gibt Mittel für Nachbehandlungen in Eigenregie und Fachbetriebe, die den Auftrag mit Dokumentation erledigen.
Wie oft nachbehandelt werden sollte, hängt vom Produkt ab. Halte dich an die Angaben des Herstellers. Ein Fachbetrieb prüft bei der Gelegenheit den Zustand der Hohlräume.
Praxisbeispiel
Bei einem zehn Jahre alten Fahrzeug siehst du Blasen am unteren Türrand. Das ist oft ein Hinweis auf Rost von innen. Mit einer Prüfung und einer Nachbehandlung der Türen und Schweller bremst du das Fortschreiten, solange das Blech noch intakt ist.
